Einen eigenen Film drehen: wie geht das?

Einen eigenen Film drehen zu wollen ist etwas ganz Besonderes. Hierfür ist es jedoch nicht nur wichtig, eine gute Idee zu finden, sondern es gilt ebenfalls, eine Vielzahl an weiteren Dingen zu beachten.

Voraussetzungen zum Film drehen:

Die Wahl der Kamera

Um einen eigenen Film drehen zu können, benötigt man natürlich eine Kamera. Hier neigen viele Hobby-Filmer dazu, einen professionellen Film mit einer günstigen Kamera drehen zu wollen. Doch das ist nicht ratsam, da hier dann beim Film drehen Aussehen und Inhalt nicht zusammenpassen. Zudem ist es natürlich auch machbar, mithilfe eines Smartphones einen Film zu drehen und diesen von einem IOS-Gerät beispielsweise in die App iMovie zu transportieren. Mithilfe der App ist es relativ schnell möglich, Filme mit einem professionellen Aussehen zu erstellen.

Das Schneiden des Films

Wenn der Film nicht komplett an einem Stück gedreht werden soll, dann ist es unumgänglich, ihn zu schneiden. Hierfür muss das Filmmaterial auf einen PC übertragen werden. Computer mit dem Betriebssystem Windows verfügen in der Regel über Movie Maker. Hierbei handelt es sich um eine Schnittsoftware, mit der beispielsweise nicht nur das Schneiden möglich ist, sondern ebenfalls die Erstellung des Titels und das Mischen des Tons. Apple Computer verfügen normalerweise bereits über das oben genannte iMovie. Es ist natürlich auch machbar, sich beim Film drehen ein Upgrade einer professionelleren Schnittsoftware zuzulegen, wie zum Beispiel Avid FreeDV. Des Weiteren ist etwa Open Shot eine gute und kostenlose Alternative.

Helfende Hände

Beim Film drehen werden in der Regel mehrere Menschen benötigt. Diese helfen beispielsweise beim Dreh oder werden als Schauspieler eingesetzt. Am besten ist es, wenn man sich frühzeitig nach Helfern umsieht. So kommt es später, beim Filmdreh, zu keinen Verzögerungen.

Ein geeigneter Drehort

Des Weiteren gilt es, sich vor dem Film drehen nach einem geeigneten Drehort umzusehen. Dieser sollte natürlich zur Story passen. Wird der Film beispielsweise in Läden, Restaurants oder ähnlichem gedreht, muss hier vorab die Genehmigung des Besitzers eingeholt werden. Diese Vorgehensweise vermeidet unter Umständen spätere rechtliche Probleme.

Film drehen: von der Idee im Kopf zur Geschichte auf dem Blatt

Überlegungen für eine geeignete Story

Da die Geschichte eines Films vor allem mithilfe von Bildern erzählt wird, gilt es beim Film drehen als Erstes, sich zu überlegen, welche Idee umgesetzt werden soll. Dabei geht es hier noch nicht um Details, sondern um eine grundsätzliche Idee. Anschließend kann eine Liste mit sämtlichen benötigten Schauspielern, Drehorten und Requisiten zusammen gestellt werden, sodass man den Film hier herum entwickeln kann.

Die Idee reift zur Story

Damit aus einer Idee auch wirklich eine gelungene Story wird, sind starke Charaktere notwendig. Dementsprechend muss beispielsweise überlegt werden, wer die Hauptfigur ist, was sie bezweckt, ob sie sich ändert und falls ja, wie sie sich ändert, warum sie gegebenenfalls nicht bekommt, was sie will. Wichtig ist hier, einen Anfang zu schaffen, bei dem nicht nur die Charaktere, sondern ebenfalls die Szenerie eingeführt wird. Aus dieser Mitte heraus entstehen dann diverse Konflikte, die am Ende des Films natürlich gelöst sein sollten.

Drehbuch und Storyboard

Jetzt ist es beim Film drehen Zeit, ein Drehbuch zu schreiben. Hier wird jeder Moment in eine einzelne Szene aufgeteilt, die drehbar sein muss. In dem Drehbuch müssen sämtliche Dialoge einer jeden Figur aufgeschrieben werden. Des Weiteren ist es ratsam, hier einige Bewegungen der Kamera, diverse Einstellungen sowie verschiedene Anweisungen festzuhalten. Zudem ist der Anfang einer jeden Szene eine kurze Beschreibung der örtlichen Begebenheiten. Wichtig ist es hierbei, auch die anfallenden Kosten zu beachten. Steht das Drehbuch, kann ein Storyboard geschrieben werden. Hier ist es einerseits möglich, lediglich die wichtigsten Szenen zu zeichnen oder andererseits sehr genau zu sein sowie die verschiedensten Einstellungen, Kamerawinkel und ähnliches mit einzubeziehen.

Den Film gedanklich in Bildern „entwickeln“

Beim Film drehen ist es wichtig, sich vorab zu überlegen, wie der Film später aussehen und sich anfühlen soll. Die Ästhetik muss klar sein. Dazu gehört auch, ob man einen wackeligen und raueren Look wünscht oder ob die Aufnahmen professionell und gleichmäßig sein sollen. Ebenso wird ein Szenenbild benötigt. Ist beispielsweise ein spezielles Set notwendig oder genügt ein realer Ort? Hier muss man auch an die jeweilige Ausstattung denken. Außerdem werden Kostüme für die Schauspieler gebraucht. Vor allem bei den Hauptfiguren sollten die Verkleidungen deren charakterliche Eigenschaften widerspiegeln. Ein weiterer, wichtiger Punkt beim Film drehen ist die Beleuchtung. In welcher Szene soll diese beispielsweise sanft und schmeichelnd, in welcher hell und hart ausgerichtet werden?

Die Crew für den Film

Um einen Film drehen zu können, werden die verschiedensten Helfer beziehungsweise Mitarbeiter benötigt. Dazu gehören vor allem:

– Schauspieler: besonders kostengünstig wird die Produktion, wenn hier ganz einfach Freunde, Familie, Bekannte oder Verwandte einspringen. Wer einen bekannten Schauspieler engagieren möchte, der muss hierfür in der Regel sehr tief in die Tasche greifen. Am besten legt man auch gleich bestimmte Termine fest, sodass jeder Schauspieler genau weiß, wann er am Set gebraucht wird. Sollten Stuntszenen vorgesehen sein, dann muss unbedingt das Verletzungsrisiko bedacht werden.

– Regisseur: Der Regisseur ist beim Film drehen für die Hauptverbindungen zwischen Schauspielern und Crew sowie für die kreativen Aspekte zuständig. Oftmals wünscht man sich, bei dem eigenen Film selbst Regie führen zu können. Allerdings sollte hierbei beachtet werden, dass die teilnehmenden Menschen geführt werden müssen. Das liegt nicht jedem.

– Kameramann: er kümmert sich um das Filmen sowie ebenfalls um die Beleuchtung und gegebenenfalls um die Kameracrew. Des Weiteren berät er zusammen mit dem Regisseur, wie beispielsweise gedreht werden soll und welche Einstellungen notwendig sind.

– Helfer beim Film drehen für Ton und Musik: diese wählen unter anderem die passende Musik aus, mischen Geräusche, erstellen Soundeffekte und ähnliches. Später ist es notwendig, den Sound passend zu dem Film zu schneiden, zu mischen sowie anzupassen.

– Helfer für die Ausstattung: erledigen alles weitere, was notwendig ist. Dazu gehören beispielsweise die Requisiten, das Make-up, Frisuren sowie Kostüme.

Film drehen: die Fertigstellung

Als Erstes sollte hier die notwendige Ausrüstung zusammengestellt und getestet werden. Ebenso empfehlen sich einige Probeaufnahmen. Zudem hilft eine gute Planung dabei, einen Film schneller fertig zu stellen. Dazu gehört auch, sich die jeweils beste Aufnahme einer Szene zu notieren, um später den Schnitt zu beschleunigen. Es sollte sichergestellt sein, dass alles Notwendige, inklusive Schauspieler und restliche Crew, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist. Ein Drehplan ist hier sehr hilfreich. Nachdem das alles erledigt ist, kann der Film schlussendlich gedreht werden.

Schneiden und Fertigstellung

Sobald alle Szenen „im Kasten“ sind, kann das Film-Material auf den Computer geladen werden. Hier gilt es dann, herauszufinden, welche Einstellungen am besten sind. Damit wird zunächst ein Rohschnitt in die Tat umgesetzt, bis es dann zum endgültigen Schnitt beziehungsweise zum fertigen Film kommt. Dazu gehört aber auch, die Musik und aufgenommenen Soundeffekte hinzuzufügen. Hier muss sichergestellt sein, dass man die Rechte an der verwendeten Musik besitzt. Jetzt gilt es nur noch, den Titel des Films, sowie dessen Vor- beziehungsweise Abspann zu erstellen. Hier gilt: je einfacher, desto besser. In der Regel werden Crew sowie Schauspieler am Ende des Films genannt. Sofern gewünscht, kann der fertige Film später auch auf eine digitale DVD übertragen werden. Hierfür schneidet man dann noch einen Trailer oder Werbetrailer. Anschließend muss der Film noch beworben werden. Möglich ist das beispielsweise bei YouTube, mithilfe von Flyern und ähnlichem.